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Putin – vom KGB Agenten zum Kriegsverbrecher

Wie wurde aus Wladimir Putin der neue russische Zar, Milliardär und Despot?

Um zu verstehen, warum Wladimir Putin der kleine Parteisoldat aus Leningrad (heute wieder St. Petersburg) zum einem der schlimmsten Despoten der Neuzeit mutierte, muss man sich seinen Lebenslauf ansehen. Welche Entwicklung nahm er, wer beeinflusste ihn, wer waren seine Freunde, seine Weggefährten, seine Bittsteller und wer waren und sind seine Feinde?

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Wie hat Putin es aus der Plattenbauwohnung im Arbeiterbezirk in den Goldenen Palast geschafft?

Alexei Nawalny

Es gibt für diese Betrachtung des Lebenslaufs von Wladimir Putin sicher niemanden, der besser geeignet wäre als Alexei Nawalny.

Nawalny wurde von Putin zum Staatsfeind Nummer 1 erklärt. Nach Einschätzung von Experten erfolgte der Mordanschlag auf Nawalny, als dieser während eines Fluges vergiftet werden sollte, direkt aus dem Kreml, aus dem Büro von Putin.

Und das hat seinen Grund. Putin weiß offenbar ganz genau, dass Alexei Nawalny alle wichtigen Informationen zum selbsternannten neuen russischen Zaren hat und sich nicht scheut, diese auch offen auszusprechen. Nawalny kennt ganz genau Putins Werdegang, seine politischen und historischen Ansichten, seine Gier nach Geld und Luxus und seine Ambitionen in der Welt.

Die Geschichte der größten Bestechung

Kurz bevor Nawalny nach Russland zurückkehrte und erwartbar festgenommen wurde, hat er dieses Video (in russisch, mit deutschen Untertiteln) aufgenommen. Er hat es „Palast für Putin. Geschichte der größten Bestechung“ genannt.

Darin packt er alle Informationen über Putin aus:

Quelle: YouTube

Nawalny zeigt den Weg von Putin vom kleinen KGB-Offizier aus Leningrad zum reichsten Mann der Welt.

Hier ein kleiner Auszug der einzelnen Stationen im Leben von Putin:

  • Seine Wirkungsstätte in Dresden (damalige DDR) als KGB-Offizier. Ein Posten, der von Putin in der Rückschau gern inhaltlich überhöht wird, in Wirklichkeit war er ein kleiner Beamter der russischen Besatzer in Ostdeutschland.
  • Bereits damals fand er Kontakt zu vielen seiner Kumpane, die auch heute schon zu seinem engsten Umfeld zählen und vom System Putin profitieren.
  • Sein Wandel vom Lenin-treuen Kommunisten zum „Gläubigen Christen“
  • Seine wichtigsten Lebensprinzipien hat Putin hier entwickelt und pflegt sie bis heute:
    1. Lügen und Heuchelei: Sage das eine, aber mache das andere
    2. Korruption ist das Fundament von Vertrauen
    3. Reichtum: Man kann nicht genug Geld besitzen
  • Putins Zeit nach seiner Rückkehr nach Leningrad. Hier begann seine persönliche Bereicherung durch vielerlei kriminelle Vorgänge in der chaotischen Wendezeit der 90er Jahre, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.
  • Putin und seine „Freunde“ verstanden es geschickt, sich staatliche und volkseigene Betriebe unter den Nagel zu reißen, Banken zu gründen und reichlich Geld zu scheffeln.
  • Dann schaffte es Putin in den Kreml, ins Büro von Boris Jelzin, und die Korruption ging locker weiter.
  • Putin wurde Leiter des FSB, dem Inlandsgeheimdienst (ausgerechnet) und Sekretär des Sicherheitsrates der Russischen Föderation und schütze Jelzin vor der Justiz. Dieser „Freundschaftsdienst“ machte ihm zum Nachfolger Jelzins.
  • Putin wurde nach Jelzins Rücktritt zunächst Ministerpräsident und später auch Präsident der Russischen Föderation. Putin dankte Jelzin dafür mit einer Amnestie per Dekret für Jelzins Verfehlungen.
  • Putin war nun am Zenit der Macht, er Präsident und gefühlt der neue Zar Russlands.
  • Ab diesem Zeitpunkt ging es nur noch darum, möglichst viel Geld zu scheffeln und die eigene Macht zu sichern. Die Demokratie, Gegner und Kritiker wurden deshalb ausgeschaltet, Zar Putin bestimmte fortan – und so ist praktisch bis heute geblieben.
  • Krönen tut sich Putin selbst mit einem aus Steuer-, Spenden- und Schmiergeldern bezahlten Palast am Schwarzen Meer, der offenbar dem Winterpalast des Zaren in St. Petersburg (auch bekannt als Eremitage) nachempfunden ist. Echt irre.
Zar Putin | Foto: DimitroSevastopol, pixabay.com, Pixabay License

Zar Putin | Foto: DimitroSevastopol, pixabay.com, Pixabay License

Angriffskrieg gegen die Ukraine

Der Überfall auf die Ukraine passt nur zu gut in die Welt des Wladimir Putin. Der sieht sich wie bereits festgestellt als König oder Zar von Russland und träumt von der alten Stärke der Sowjetunion. Deshalb kann er mit demokratischen Ländern direkt in der Nachbarschaft zur Putin-Monarchie nur sehr schlecht umgehen.

Die Ukraine sieht Putin als einen abtrünnigen Teil der Sowjetunion und will diese nun wieder heim ins Reich holen. Er bombardiert ukrainische Städte, tötet Frauen, Männer, Kinder. Putin ist zum Kriegsverbrecher geworden.

Womit Putin aber nicht gerechnet hat, weil diese Dinge in seinem Kopf offenbar keinen Platz haben, sind Vaterlandsliebe, Solidarität und demokratisches Leben. Die Ukrainer leben dieses Ideale und wehren sich aus tiefster Seele gegen den Aggressor Putin. In seiner verblendeten Überheblichkeit hat Putin die Widerstandskraft der Ukrainer völlig unterschätzt.

Außerdem hat Putin nicht damit gerechnet, dass die EU, die Nato und die Weltgemeinschaft zusammen steht, zusammen mit der Ukraine, und das ganz ohne Korruption und dass es etwas zu verdienen gibt.

Er mag kurzzeitigen militärischen Erfolg in der Ukraine haben, den Krieg wird er nicht gewinnen. Seine Überheblichkeit und Geldgier werden Wladimir Putin am Ende das Genick brechen, er wird an seiner Gier ersticken.

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