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Die Ukraine gibt es gar nicht?

Warum dies historischer Unsinn ist, erfährst du hier.

Das vom Kriegsverbrecher Putin gesteuerte Russland hat die Ukraine angegriffen. Ein Rechtfertigungsgrund für diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, der soviel menschliches Leid gebracht hat, ist das „Argument“, die Ukraine würde als eigenständiges Land es gar nicht geben.

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Putin, der offensichtlich im Geschichtsunterricht immer Kreide holen war, vertritt tatsächlich die These, die Ukraine wurde von ehemaligen Führern der Sowjetunion Lenin, Stalin und Chruschtschow quasi per Fingerwisch über die Landkarte erst als eigenständiges Subjekt erschaffen. Diese drei hätten die Grenzen nach Gutdünken neu gezogen und so dem russischen Reich, das sich als alleinigen Nachfolger der Sowjetunion betrachtet, wichtige Gebiete entzogen. Die Ukraine wäre deshalb kein eigenständiger, gefestigter Staat, sondern nur eine Ansammlung verschiedener, nicht zu einander passender Volksgruppen. Putins Russland hat deshalb das Recht, die Ukraine wieder in einzelne Gebiete aufzuteilen und diese anderen Ländern zu zuschlagen, ganz wies es Putin beliebt.

Auch einige gestörte Covidioten, die derzeit händeringend nach einem neuen Verschwörungsthema suchen, teilen diese Auffassung in sämtlichen ihnen verfügbaren sozialen Medien. Allein dies wäre schon ein Grund, diesen Schwachsinn direkt in die Tonne zu treten.

Europas Geschichte

Wer sich mit der Aussage „die Ukraine gibt es gar nicht“ etwas näher beschäftigen will, kommt um Geschichte nicht herum. Dabei geht es gar nicht darum, genau zu wissen, welcher Herrscher wann, wo und wie geherrscht hat und wann dieser eine Schlacht geschlagen, gewonnen oder verloren hat.

Diese Namensorgie und Zahlenschlacht kann man getrost dem Geschichtsunterricht in den Schulen überlassen, die Lehrer wüssten sonst gar nicht wie sie die Unterrichtszeit füllen sollen und müssten sich stattdessen mit der Betrachtung des Großen und Ganzen und den jeweiligen geschichtlichen Auswirkungen bis heute beschäftigen.
So würde man nämlich schnell merken, dass der Adel mit seinen inzestösen Heiraten innerhalb der eigenen Familien bereits seit Jahrhunderten ihre jeweiligen Reiche und Besitztümer stetig vergrößert und verändert haben. Hinzu kamen immer wieder die Großmachtfantasien von Leuten, wie Napoleon, den Habsburgern, Preussens Herrschern und vielen anderen.

All das hat dafür gesorgt, dass sich in den vergangenen 1.000 Jahren die Grenzen mehrfach in Europa verschoben haben. man kann fast schon sagen, sie waren fließend. Und dabei ist das „Tausendjährige Reich“ von Hitler nur eine kleine Episode.

Grenzen in Europa

„Nichts ist so beständig wie die Veränderung“. Dieser Spruch trifft auf viele Lebensbereiche zu, so auch auf Ländergrenzen. Europa war schon immer ein regelrechter Flickenteppich an kleinen und größeren Ländern. Heirat und Kriege der adligen Herrscher untereinander haben die jeweilige Ausdehnung der Länder, Reiche, Fürstentümer, Herzogtümer, Grafschaften und wie sie alle hießen immer wieder verändert. Unter den später entstandenen bürgerlichen Staaten, nach der Entmachtung des Adels war dies nicht anders. Ständig wurden Grenzen verschoben, Länder entstanden, wurden getrennt, vereinigten sich oder verschwanden von der Landkarte.

Wieviele Grenzverschiebungen es allein auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland gegeben hat, füllt ganze Geschichtsbücher und viele Auswirkungen davon spürt man bis heute. Andere Beispiele sind Frankreich, Österreich, Jugoslawien oder die Sowjetunion.

Auf die jeweiligen Bedürfnisse der Bevölkerung in den Gebieten oder deren Zugehörigkeit zu verschiedenen Volksstämmen wurde dabei keine Rücksicht genommen. Noch heute verlaufen Ländergrenzen quer durch Städte oder Volksgebiete.

Dieses Video zeigt die Veränderung der politischen Grenzen in Europa in den Jahren von 1000 bis 2013.

Quelle: YouTube

Man muss schon ganz genau hinsehen und das Video mehrfach stoppen, will man alle Veränderungen in den einzelnen Jahren genau mitbekommen. Dabei von Ländern zu sprechen, die keine Existenzberechtigung hätten, weil deren Grenzen „künstlich“ gezogen wurden, ist Unsinn.

Jedes Land in seiner heutigen Form und Ausdehnung ist das Ergebnis langjähriger, stetig andauernder Entwicklungen. Das trifft natürlich auch auf die Ukraine zu.

Fazit

Der Ukraine ihre Existenzberechtigung abzusprechen, ist Unsinn und rechtfertigt in keiner Weise eine Aggression von außen.

Putin sollte sich besser mit dem Völkerrecht beschäftigen, in Den Haag tut man das bereits und wird den selbsternannten neuen russischen Zaren eines Tages zur Verantwortung ziehen. Darüber hinaus sollte sich Putin auch einmal ansehen, wie die allermeisten Eroberer geendet sind. Ein Platz im Lenin Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau wird für ihn nur ein feuchter Traum bleiben.

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