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EM: So bekommt man das schnellste TV-Signal

Je nach Übertragungsweg jubelt man zuerst, oder nur verzögert.

Die deutsche Fußball Nationalmannschaft hat den Einzug ins Achtelfinale mit viel Glück geschafft. Die Gruppe F bei der Europameisterschaft 2020 (bzw. Euro 2021), die wegen Corona um 1 Jahr verschoben werden musste, erwies sich als genauso schwierig, wie von vielen Beobachtern befürchtet wurde. Nur mit viel Glück und sehr viele Einsatz gelang der Sprung in die nächste Runde.

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Am 29. Juni geht es nun gegen England. Im Londoner Wembley Stadion muss die deutsche Mannschaft ab 18 Uhr zeigen, ob sie das Zeug zum Titelgewinn hat, oder ob bereits im Achtelfinale Schluss ist.

Verzögerter Torjubel

Allerdings hat sich auch bei dieser EM wieder einmal gezeigt, dass in einigen Haushalten die Tore offenbar schneller fallen als in anderen. Während man selbst noch gebannt auf den Bildschirm vom Fernseher starrt und hofft, dass der Angriff der favorisierten Mannschaft gelingt und zu einem Tor führt, wird in der Nachbarschaft oder im Lokal unten an der Straße bereits gejubelt. Das ist natürlich komplett frustrierend und nimmt einem komplett den Spaß.

Schuld daran ist der Übertragungsweg des TV-Signals in das heimische Wohnzimmer. Je nachdem, wie man die Bilder von der Fußball EM empfängt, kann es zu Verzögerungen von bis zu 47 Sekunden kommen. Man sieht also die Bilder fast eine Minute später als andere Zuschauer, da sollte man unbedingt Fenster und Türen hermetisch dicht geschlossen halten, wenn man noch etwas Spannung erleben möchte.

Torjubel beim Fußball | Foto: geralt, pixabay.com, Pixabay License

Torjubel beim Fußball | Foto: geralt, pixabay.com, Pixabay License

Unterschiede im TV-Signal

Dass es zu diesen Unterschieden bzw. Verzögerungen kommt, liegt an den unterschiedlichen Übertragungswegen. Während TV-Zuschauer über Satellit die Bilder quasi komplett live sehen können, müssen beispielsweise Nutzer von Magenta TV im schlechtesten Fall bis 47 Sekunden auf die Bilder vom nächsten Tor oder dem Schlusspfiff warten.

Wer darauf keine Lust mehr hat, der sollte seinen TV Empfang umrüsten, um künftig auch live dabei zu sein. Dafür muss man wissen, wer die schnellsten Fernsehbilder liefern kann. heise.de hat das einmal ausführlich getestet.

Die unterschiedlichen TV Übertragungswege im Einzelnen:

  • Satellit
    Ohne Verzögerung kommen die TV-Bilder per Satelliten Anlage in SD-Auflösung ins Haus. Bei HD-Bildern beträgt die Verzögerung zum echten Spielgeschehen nur wenige Millisekunden. Das ist echtes Live Fernsehen.
  • DVB-T
    Am Zweitbesten schneidet der Empfang per Stabantenne ab. Die DVB-T2-Signale sind nur 1,5 Sekunden später auf dem Schirm als beim Satelliten-Empfang. Das ist noch hinnehmbar.
  • Kabel
    Auf dem 3. Platz liegt der TV-Empfang per Kabel. Allerdings beträgt die Verzögerung hier bereits ordentliche 4,5 Sekunden gegenüber dem Sat-Empfang. Dabei ist es auch egal , ob die Bilder in SD oder HD Auflösung durchs Kabel kommen.
  • Streaming
    Bei den Streaming Angeboten gibt es eine ganze Reihe von Anbietern. Gemeinsam ist jedoch allen, dass sie am langsamsten die TV Bilder liefern. Je nachdem wie man die Streaming Angebote technisch nutzt, kann es zu einer Verzögerung von bis zu satten 47 Sekunden kommen. Dies ist z.B. so, wenn man Magenta TV über einen Fire TV Cube nutzt. Am Handy mit Zattoo oder WaipuTV geht es etwas schneller, ist dem Sat-Empfang gegenüber aber gnadenlos unterlegen.

Es gibt also große Unterschiede in der Verzögerung der TV Bilder. Deshalb sollte man sich genau überlegen, welchen Übertragungsweg man nutzen will, wenn man mehrere Optionen zur Auswahl hat.

Fazit

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass man mit einem Streaming Anbieter, egal welchen technischen Zugang man dabei nutzt (Smartphone, Fire TV, Apple TV, Computer oder Smart TV), erst als Letzter jubeln oder eben auch fluchen kann.

Nutzer einer Satelliten Empfangsanlage sehen immer zuallererst und damit praktisch live die aktuellen Bilder. Mittendrin statt hinterher könnte dafür das Motto lauten.

Bis zum nächsten Spiel der deutschen Mannschaft in London sind es noch ein paar Tage.  Genügend Zeit, um vielleicht einen anderen Empfangsweg für die TV-Bilder von der Fußball EM zu installieren.

Mit einer Sat Flachantenne ist das relativ problemlos auch vom Balkon oder vom Fensterbrett aus möglich. Und monatliche Kosten fallen für den Satelliten Empfang auch nicht an.

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